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Philosophie in Coronazeiten

Kunst in Coronazeiten - War wirklich Alles schlecht?...

Mag. Karina Mayr-Kern

Selbstständige Philosophin
Schlierbach, Oberösterreich

Facebook: Karina Mayr-Kern


Auch wenn wir nicht richtig barrierefrei sind hier auf unserer Website, so versuchen wir doch, auch Sehbehinderten einen Zugang zu unserem Projekt zu geben. Und deshalb könnt ihr über Klick auf den Pfeil die Statements nun auch hören. Viel Spaß!

Coronapandemie als Entwicklungsmotor

Die sinnvollen Aspekte der Krise

Die Philosophie nimmt idealerweise zu den Themen, die die Menschen beschäftigen eine Metaebene ein, sichtet das Material, ordnet, entwickelt Visionen und zeigt Lösungen auf.

Krisen sind Zeiträume, in denen Fragen/ Themen/Probleme kulminieren. Die Coronapandemie kann zu Recht als Menschheitskrise gesehen werden.
In jeder Krise steckt ein erhöhtes Evolutionspotential- so auch in der Coronakrise.

Wir Menschen sind gefordert, den übergeordneten Sinn dieser Krise zu erkennen, daraus zu lernen und geeignete Handlungen abzuleiten.

Zur Analyse ist es im Fall der Coronathematik zuerst einmal wichtig die Hauptakteure ins Visier zu nehmen – die Wissenschaft, die Politik, die Wirtschaft, die Medien und vor allem das Zusammenspiel dieser Player.

Schaut man von außen als Laie auf die Wissenschaft, sieht man klarerweise schon eine vorgefilterte Version. Wer als Wissenschaftler von der Öffentlichkeit gehört werden will, wird alles daransetzen, das zu erreichen. Sich hier eine halbwegs objektive Sicht anzueignen erfordert viel Recherche- und Auswahlarbeit, einen gut funktionierenden, kritischen Hausverstand und Austausch auf hohem Niveau. Wie auch immer – man wird mit einem guten Maß an Vertrauen in Vorleistung gehen müssen.

Die Politik genau zu beobachten und auch zu bewerten, halte ich für Menschenpflicht. Wir müssen daran interessiert sein, wie unsere Anliegen vertreten werden. Wir alle sind auch politische Wesen.

Ganz generell hat die Politik die Aufgabe, das Zusammenleben der Menschen in Bahnen zu lenken. Solange es keine echten Probleme gibt, ist davon nichts wirklich Weltbewegendes zu bemerken. In Krisensituationen allerdings, zeigt sich, sehr deutlich, wo wir Menschen gerade stehen und wozu wir fähig sind oder auch nicht.

Im Fall der Coronapandemie ist ganz klar zu beobachten, dass die Politik an die Grenzen kommt.

Hier möchte ich unbedingt anmerken, dass ich davon ausgehe, dass es sich in den allermeisten Fällen ganz einfach um Unfähigkeit handelt. Ganz klar gibt es aber auch Regierungen und Machthaber, die ihre Autorität missbrauchen.

So oder so – wir Menschheit können politisch gesehen einfach noch nicht mehr, das zeigt sich jetzt ganz deutlich.

Ganz Anders verhält es sich mit der Wirtschaft.

Es zeigt sich jetzt ganz klar, dass die Wirtschaft die Geschicke der Menschen steuert und nicht die Politik. Die großen Weltkonzerne haben weitgehend grenzenlosen Zugriff auf die Welt, sie agieren weltumspannend, und haben damit mehr Macht, als jede Regierung.

Die Tatsache, dass sich die einzelnen Regierungen untereinander nur schwer einigen können – siehe das unfruchtbare Ringen der EU- ist nur ein Beispiel für die Unfähigkeit und Ohnmacht der Politik.

Politiker denken in Regierungsperioden. Konzerne agieren letztendlich wie Monarchien und sind auf Dauer angelegt.

Die Medien – und ich meine hier alle Medien – sind Sprachrohre. Letztendlich ist alles, was an Informationen auf unseren Verstand trifft medial vermittelt. Hier ist Otto Normalverbraucher aufs Äußerste gefordert, wem er Gehör schenkt und wem nicht.

Fazit:

Wir haben es im Moment mit einer weltweiten Krise zu tun, die anders als die letzten großen Weltkrisen ohne Waffengewalt ausgetragen wird.

Im Hintergrund der Coronakrise werden marode Systeme – siehe Finanzblasen, übersteuertes Konsumverhalten, veraltetes Bildungssystem, Klimawandel… zusammenbrechen. Corona wird als Ursache dafür herhalten. Das alles wird letztendlich einen Evolutionsschub in vielen Bereichen auslösen.

Wir Menschen sind bis aufs Äußerste gefordert, wach zu bleiben, kritisch zu denken und im Austausch zu sein.

Versuchen wir eine Vision zu entwickeln:

Politik wird souverän- das heißt: Eliten steuern die Geschicke der Menschheit.

Diese Eliten können nur von unten aus dem „Volk“ ermittelt und erwählt werden. Wahlsysteme werden sich grundlegend ändern. Kommunikation in der Politik wird, anders als jetzt, auch von unten nach oben ungehindert möglich sein.

Die Wirtschaft wird von der Politik so gesteuert, dass sie dem Menschen dient und nicht umgekehrt.

Wir Menschen werden politischer, wir wollen Verantwortung füreinander übernehmen. Wir teilen uns einander mit, das heißt wir sprechen offen darüber, was uns beschäftigt und geben uns ehrliche Rückmeldungen. Wesentlich wird sein, dass wir bewusster mit Unterhaltung, Konsum, Zeitvertreib, Ablenkung… umgehen.

Wir entwickeln miteinander Visionen und setzen uns konsequent dafür ein.